Content erstellen, publizieren, teilen – und gewinnen. Das scheint für immer mehr  Unternehmen ein Weg zu sein, der mehr verspricht als klassische online/offline Werbemechanismen bisher. Aber was bedeutet er für KMU´s und wie ist er überhaupt möglich?

Das Erzeugen von Nachfrage mit Hilfe von gut gewählten Inhalten ist seit jeher ein wichtiger Baustein für erfolgreiches Marketing. Durch die zunehmende Verknüpfung der Onlinemedien untereinander und der mittlerweile bewährten Praxis, gute Inhalte sowohl in privatem als auch beruflichem Kontext über Kanäle wie E-Mail, Facebook, Twitter, Blogs etc. zu teilen, gewinnt das Thema aber zunehmend an Bedeutung. Spätestens seit dem Red Bull Menschen vom Himmel fallen lässt, ist das Thema auch in vielen Marketing-Abteilungen und Werbekonzernen angekommen und es ist anzunehmen, das die Ergebnisse entsprechender Strategien uns noch häufig begegnen werden. Immerhin geben 54% der in einer nordamerikanischen Studie befragten Marketers an, in den nächsten 12 Monaten ihr Content Marketing Budget zu erhöhen.[1]

Laut der gleichen Befragung werden bereits 33% nordamerikanischer B2B Marketing-Budgets in Content Marketing investiert. Und auch emarketer.com berichtet dass laut einer weltweiten Umfrage das Content-Marketing Budget im gesamten Marketing-Mix  von 18,9% 2012 auf 34,8% 2013 steigen soll, was nahezu einer Verdopplung gleich kommt. [2]

Doch trotz soviel Bekenntnis dazu, steht für den Grossteil der Unternehmen, die bisher keine dedizierte Content Strategie vorweisen können ein grosses Fragezeichen vor diesem Thema. Denn nur die wenigsten Unternehmen haben 50 Millionen Dollar Marketing-Budgets wie Red Bull und die meisten wissen nicht, was sie Ihren Kunden erzählen sollen und wie sie es verpacken können.

Dass ein Geländewagen-Hersteller ausführlich über Fahrtrainings für Outdoor-Enthusiasten berichten kann und dazu auch noch spannendes Filmmaterial über alle Kanäle distribuieren kann, leuchtet jedem ein. Dass ein Pharmakonzern mit Hilfe von instrumentalisierten Patientenverbänden über Leid und Hoffnung in speziellen Therapie-Szenarien berichten kann, ist auch gut nachvollziehbar. Beide Unternehmenstypen haben zudem vermutlich ausreichend Marketing-Budget um Ihre Geschichte zu erzählen. Aber was macht beispielsweise der mittelständische Hersteller von Maschinenteilen, dessen „Marketing-Budget“ bisher ausschliesslich in die Planung und Durchführung von Messen geflossen ist? Oder der Grosshändler für Büroartikel, oder der Dienstleister für das Personalmanagement? Lässt sich hier ebenfalls mit Content-Marketing die Nachfrage nach den eigenen Produkten und Services erhöhen?

Die gute Nachricht ist: Ja, es gibt für jedes Unternehmen eine Strategie!

Der individuelle Ansatz variiert nur stark und die Zuspitzung des eigenen Ansatzes bedarf Zeit und Ressourcen, führt aber – falls richtig umgesetzt – in aller Regel zu einer spürbaren Belebung der Nachfrage. Denn letztendlich ist Content-Marketing eine zeitgemässe und intelligente Form des Brandings, das in der Zielgruppe wahrgenommen wird und Vertrauen aufbaut.