Marktplätze wie Amazon und eBay sind nicht erst seit gestern in Allermunde und werden als die einfache und erfolgsversprechende Möglichkeit des Online-Vertriebs schlechthin angesehen. Im folgendem Blog-Beitrag möchten wir die Marktplatzthematik einmal genauer beleuchten und für Sie abwägen ob, die Verkaufsriesen einen sinnvollen Vertriebskanal für Sie darstellen können oder ob die individuellere Lösung des eigenen Shops die sinnvollere Investition darstellen könnte.

Fakten zum Thema:

Der Paketdienstleister DPD veröffentlichte eine Studie zum Online-Kaufverhalten der Schweizer, demzufolge kaufe jeder zweite Schweizer im Internet ein. 

 

Der vermeintlich enorme Vorteil für Händler auf den bekannten Marktplätze liegt auf der Hand. Ein einzelner Händler kann von Bekanntheit und Reichweite des E-Commerce Riesen profitieren.  Durch die resultierende Reichweite können insbesondere KMUs und Verkäufer aus dem Long-Tail Segment, trotz ihrer eher geringen Markenbekanntheit, Verkäufe generieren. Daraus erfolgt nicht selten ein enorm hoher Produktabsatz, welcher mit dem eigenen Onlineshop möglicherweise hätte nicht erzielt werden können.  Dies liegt nicht ausschliesslich an der Markenbekanntheit der Handelsplätze selbst, sondern auch an den, für den Endkunden bekannten Kauf-Prozessen und der einhergehenden Einfachheit wie wegfallenden Registrierungsbarrieren. Das nahtloses Einkaufserlebnis und die entstehenden Synergien stellen zusammen einen beträchtlichen Pluspunkt dar, den die Marktplätze für sich entscheiden können.

 

Doch es ist nicht alles Gold was… auf dem Marktplatz liegt.

Aus der Einfachheit des Produktvertriebs über den Marketplace resultiert eine nicht zu unterschätzende Abhängigkeit von der langfristigen Existenz des Marktplatzes. DaWanda, ein Marktplatz für personalisierte Geschenke und Handgemachtes, informierte jüngst seine Marktplatz-Händler über die Einstellung des Services. Diese müssen sich nun unter Zeitdruck nach einer Alternative umsehen und gehen das Risiko eines Community-Verlusts sowie potentielle Umsatzeinbussen ein. Um das DaWanda Schicksal nicht zu teilen, müssen Marktplätze für die Betreiber ein profitables Geschäftsmodell darstellen und ausreichend Gewinn erwirtschaften. So verlangen die Verkaufsriesen kontinuierliche Gebühren von ihren Händlern, also Provisionen, Grundgebühren oder Gebühr je eingestelltem Artikel. Bei Handelsgütern mit ohnehin geringen Margen stellen Marktplätze somit kaum einen gewinnbringenden Verkaufskanal dar. Bereits erwähnte Synergien durch eine Vielzahl an Händlern auf einem Marktplatz bringen auch die Kehrseite der Medaille mit sich. So präsentiert ein Händler seine eigenen Produkte stetig in direkter Konkurrenz zu möglichen Substituten. Die hohe Wettbewerbsintensität wird gestützt durch Bewertungssysteme, Produktrezensionen und einen zunehmenden Preiskampf. Des einen Leid, des anderen Freud‘, denn vermutlich entscheidet sich der Endkunde am Ende des Sales-Funnel für das günstigste Produkt.

 

Fakten zum Thema:

ECC Köln zufolge nutzen 65 Prozent der Konsumenten Amazon-Kundenbewertungen um sich vor dem Kauf über das Produkt zu informieren. Ein Drittel erachten diese Informationen sogar als kaufentscheidend.

 

Die Alternative zum stetigen Buhlen um den niedrigsten Preis und die Aufmerksamkeit eines potentiellen Kunden auf Amazon & Co, ist der Aufbau eines eigenen Onlineshops. Hier fällt zunächst die Barriere der hohen Einstiegskosten für den Betreiber ins Gewicht. Die Vorteile einer unabhängigen, individuellen Markenkommunikation und damit der selbstbestimmten Einflussnahme auf das eigene Markenimage fallen dagegen jedoch als grosse Vorteile ins Gewicht und sind von essenziellem Wert. Der individualisierbarkeit des eigenen Web-Auftritts sind keine Grenzen gesetzt, dies wissen insbesondere Onlinehändler mit komplexen und erklärungsbedürftigen Produkten, aber auch mit einem sehr grossen und zunächst für den Konsumenten unüberschaubaren Produktsortiment zu schätzen. Ein eigener Shop rückt, richtig umgesetzt, die eigenen Produkte stets in das beste Licht. Da die Möglichkeit eines eigenen Onlineshops, wie bereits erwähnt, insbesondere für Unternehmen mit Produkten mit kleiner Gewinnmarge lohnenswert sind, stehen diese bei der Bereitstellung einer eigenen Plattform jedoch vor weiteren Herausforderungen. So muss beim potentiellen Konsumenten zunächst die erforderliche Awareness generiert werden. Hierfür sind Marketing Massnahmen für Reichweite und „Trust“ um Kaufabschlüsse herbeizuführen unabdingbar. Insbesondere wenn man noch über keine allgemein bekannte Marke verfügt, sondern neu am Markt ist.

 

Was spricht überhaupt für die eigene Plattform?

Doch was kommt überhaupt dabei für mein Unternehmen heraus denken Sie sich vielleicht? Genau hier gewinnt der eigene Onlineshop die Oberhand. Die Messbarkeit von E-Commerce Aktivitäten und Marketing Massnahmen für den eigenen Shop sind exzellent analysierbar und somit werden somit für den Investor transparent. Über Trackingsoftware wie Google Analytics oder econda Shop Monitor, erhält ein Händler die allumfassende Einsicht in seine Daten. Damit auch die Möglichkeit für weitergehendes Optimierungspotential wie beispielsweise Remarketing-Massnahmen. Der Betreiber eines eigenständigen Onlineshops muss kein Commitment gegenüber einer dritten Partei eingehen und ist an keinerlei Bestimmungen gebunden. Kundensupport während und nach dem Kauf liegt damit auch in der eigenen Hand und ist die Chance zur langfristigen Kundenbindung ­– und welcher Händler schlägt das aus?

Doch natürlich wird hier vom potentiellen Onlineshop-Betreiber eine Menge Know-How gefordert, um überhaupt erst einmal mit dem Online-Vertrieb zu starten. So sind sicherlich nur die wenigsten gelernte Informatiker oder besitzen Kenntnisse von Shopsystemen und einem ansprechenden Look and Feel.

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Autor: Anina Höflein